Der Limmud-Tag in Essen war der Startschuss für Limmud.de on Tour 2018

Im Jahr 2018 wagt Limmud.de ein neues Konzept. Limmud on Tour. Mit der Idee, dass Limmud überall stattfinden kann, wo sich ein Team von Freiwilligen zum Organisieren findet. In Essen hat sich zum dritten Mal eine Gruppe von Freiwilligen zusammengefunden, die den Limmud-Tag Essen 2018 organisieren wollten. Am 11.02.2018 war es soweit – der Limmud-Tag Essen 2018 fand statt. Die „Alte Synagoge“ in Essen war, wie auch schon bei den vorherigen Limmud-Tagen Essen, der Veranstaltungsort. Die ersten Limmudniks waren schon vor dem Beginn der Sessions in der Synagoge, um die Räume zu markieren, das Banner am Eingang zu befestigen und Stühle in die verschiedenen Räume zu bringen.

Es gab 16 tolle Sessions von 15 Limmudniks, die den Limmud-Tag Essen spannend gestaltet haben. Um 10:30 Uhr startete der erste Session Slot mit drei verschiedenen Sessions – „Spaziergänge“ Die Emigration aus der Perspektive eines kleinen Kindes von Ramina Kalashnykova, Celebrating Debbie! Gemeinsames singen der Lieder von Debbie Friedman mit Susan Borofsky und Strategien gegen Antisemitismus von Uri Robert Kaufmann.

Um 12 Uhr fing der zweite Session Slot an. Chaim Guski stellte in seiner Session Sag zum Abschied leise „Tschüß“? die sinkenden Mitgliederzahlen der jüdischen Gemeinden in Deutschland vor. Nussach Melodien: Wie wir Zeit, Raum und Emotion in unserer Liturgie ausdrücken und erleben mit Leah Frey-Rabine haben wir gesungen, Florin Mihail sprach über Baal Schem Tov und die magische Dimension des Chassidismus und Anna Sodki über Zedaka und Vermögensaufbau. Nelli Shulman hat Bittersweet story – Jews and chocolate einen Workshop über Schokolade angeboten.

Als es dann Zeit für die Mittagspause wurde, kamen alle Limmudniks ins Foyer zum Lunch. Es gab leckere Häppchen, leckeren Kuchen und genug Zeit, um über die bereits gewesenen Sessions zu sprechen oder die anderen Limmudniks kennen zu lernen.

Der dritte Session Slot begann um 14:30 Uhr. Jakob Krajewsky stellte in Der Film „Chika“ Wie mit Kindern interkulturell über die Shoa arbeiten? den noch nicht veröffentlichten Film vor, Flora Petak und Anna Sodki boten einen Workshop zu Interreligiöse Familien an und Lena Kogan zeigte in Israels Image und die Heimatliebe, dass sich beide Begriffe nicht widersprechen.

Um 16 Uhr begann der vierte und letzte Session Slot des Limmud-Tags Essen 2018. Das Limmud Team bot eine Session zu Limmud und ich – Limmud and I – Я и Лимуд an, Igor Kamburg stellte in Изучение еврейской традиции и истории через создание мультфильмов. Über die jüdischen Tradition und Geschichte durch die Gestaltung von Cartoons lernen. wie Animationen beim Lernen helfen können, Leah Frey-Rabine bot Nussach Melodies: How We Express and Experience Time, Space and Emotion in Our Liturgy an und Walter Rothschild zeigte in Wie man Psalmen vermeiden kann, mit besonderem Blick auf die Psalmen für Kabbalat Schabbat, dass liturgische Texte auch mit humor gesehen werden können und manchmal unnötig sind.

Nach dem vierten Session Slot endete der Limmud-Tag mit einem Dank von Eva Frenzen vom Limmud-Team Essen. Dann packten noch einmal alle gemeinsam an und räumten auf.

Es war ein spannender Tag und es gab die Gelegenheit, Limmudniks vom Organisationsteam Essen, Mannheim, Freiburg und Berlin kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und Inspirationen zu sammeln. Der Start durch den Limmud-Tag Essen 2018 bei Limmud on Tour war grandios und die Vorfreude auf die nächsten Stops in Freiburg und dann in Mannheim ist gestiegen!