Limmud-Online am 22.11.2020 – Programmvorschau

Limmud.de/at Online findet am 22.11.2020 von 12 bis 18 Uhr per ZOOM statt. Es erwartet euch ein Mix aus Sessions mit trockener Sachlichkeit und Wiener Schmäh!

Zur Anmeldung der Teilnahme geht es hier lang.

Programmvorschau (Änderungen vorbehalten)

Daniela Rusowsky: I am a Chilean journalist and visual anthropologist. I am passionate abour Jewish culture, Jewish cuisine, video production and science. Mother of two lovely girls. I lived in Berlin for 3 years, where I discovered the richeness of Limud. I am currently based in Viña del Mar and I am a volunteer at Limud Chile.
Jewish life in Southern Chile, a small community fighting for its survival (English)
In Temuco, a city in southern Chile, stands the oldest synagogue in the country, inspired in the Sephardic sinagogue of Monastir in Macedonia. In 2017 I filmed a documentary about Jewish life of this once big  and vibrant community, now struggling to survive.

Evgueni Berkovitch: Wissenschafts- und Literaturhistoriker, Publizist, Chefredakteur der Zeitschrift „Seven Arts“ und des Netzwerkportals „Notes on Jewish History“. Die wichtigsten Bücher: „Die Banalität des Guten“ (2003),“ Thomas Mann und Physiker des 20. Jahrhunderts „(2017),“ Albert Einstein im Fokus der Geschichte des 20. Jahrhunderts „(2018).
Альберт Эйнштейн и еврейский мир (Russisch)
Albert Einstein und Antisemitismus. Einsteins Einstellung zur Assimilation. Einstein ist gegen Nationalismus, aber für Zionismus – warum? Einsteins Rolle beim Aufbau der Hebräischen Universität von Jerusalem. Warum ging Einstein 1933 nicht nach Jerusalem? Einstein und der Staat Israel. Wo wird Einsteins Archiv aufbewahrt?

Nelly Shulman: I am a journalist and a writer currently based in Berlin.
The Handwashing Rabbis (English)
The Talmud provides us with the fascinating insights into the hygienic rules of our ancestors. What was used instead on the toilet paper, is garlic really the superfood and how to bathe propely? Come and learn!

Michel Payen: Ehemaliger Journalist (DLF, DW, Regards – linkes sionistisches Blatt aus Brüssel – heute in der Rente. Tätig in dem Lern- und Gedenkort Jawne Köln. Ansonsten lese ich hauptsächlich jüdische Literatur, zeichne und reise.
Juden, unsichtbar und doch immer präsent (Deutsch)
Das jüdische Leben ist vollkommen ignoriert. Die Juden erscheinen nur nach Anschlägen. Entrüstung macht sich breit und die Juden verschwinden wieder.

 Jack Schiff: Ich bin inzwischen 68 Jahre alt und lebenslanger Lerner. Das hat in meinem Fall sicher mit meiner jüdischen Biographie als in München geborener Sohn zweier in Polen aufgewachsener DPs zu tun. Heute beschäftige ich mich immer wieder auch einmal mit jüdischen Themen, vorwiegend aber mit Methoden zur Weiterentwicklung des eigenen Denkens.
Die Schechita (Schächten) – ein unpolitischer Verständnisversuch (Deutsch)
Gesellschaftliche Diskussionen über das Schächten geraten sehr leicht zu einer konfrontativen Auseinandersetzung über religiöse und kulturelle Identitäten. In meinem Beitrag konzentriere ich mich dagegen auf die Sachebene und versuche, als Laie bezüglich sowohl Religion als auch Tiermedizin dennoch ein Verständnis des Themas zu entwickeln.

 Gesa Ederberg: ist Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, zuständig für die Synagoge Oranienburger Straße. Sie ist Gründerin von Masorti e.V., mit doppelt bilingualer Kita und Grundschule. Sie ist im Vorstand der internationalen Masorti Rabbinerkonferenz. Sie ist begeisterte Limmudnikit der ersten Stunde.
Halachisch und egalitär und mehr – wie funktioniert das bei Masorti (Deutsch)
„Ach, Frauen sind gleichberechtigt im Gottesdienst? – dann sind Sie wohl Reform?“ „Wie, am Schabbat darf nicht fotografiert werden? – dann sind Sie doch Orthodox!“ Wie erklärt sich das ‚Dazwischen‘, in Deutschland und weltweit – und wie wollen wir es gemeinsam weiterentwickeln?

 Josh Weiner: Rabbi Josh Weiner is a very recent graduate of the Zacharias Frankel College in Berlin. Grew up in Jerusalem and London, studied social work at Hebrew University. He is involved in educational initiatives at Fraenkelufer Synagogue and around the city, interested in translating deep Torah for twenty-first century Jews.
(1) Directed Being and Jewish Time: A Phenomenology of Rambam’s Laws of Prayer (English)
A key concept for Jewish prayer (or Jewish life, or any life) is „kavannah“. What that word actually means is tricky. One way to understand it is by looking at the description of an ideal person praying with kavannah. We’ll do a bit of that in this session, look at what kavannah could mean, and what we can do to reach it in our lives.
(2) Kiddush and Birkat Hamazon confidence building session (English)
Many people I’ve encountered basically know how to make Shabbat kiddush, or lead the blessing after the meal, and have heard it hundreds of times. But when asked to do it in front of others, they freeze! This session, I’ll try and convince you not to worry, that mistakes are ok, and we’ll practice these two blessings together.

Walter Rothschild: Rabbi, Historian, Biographer, Poet, Writer, Kabarettist, Songwriter, Father.
The Life and Troubles of Rabbi Dr. Erich Bienheim (English)
Erich Bienheim was Rabbi in Darmstadt, underwent the problems of a Rabbi there, after Buchenwald fled to England, was interned and sent to Australia, returned to England and became rabbi at Bradford. Here he had further typical rabbinic problems before dying in1962. He taught me the ‚Alef Bet‘ and I have written his biography.

Flora Petak: Psychologin, Psychotherapeutin in Ausbildung. Früher forschte sie über die sozialpsychologischen Folgen von Unsicherheit.  Marguerite Marcus: Kinderärztin und systemische Familien-Körper-Psychotherapeutin. Ein Schwerpunkt: psychosoziale Unterstützung von Holocaust Überlebenden und deren Familien. Gründungsmitglied Forum 2. Generation.
Chicken Soup für die Seele (Deutsch)
Es ist normal, sich in einer abnormalen Situation überfordert zu fühlen! Daher wollen wir einen Energie-Nachschub geben. Wir stärken gemeinsam unsere seelischen Abwehrkräfte, ermöglichen emotionale Entlastung und gegenseitige Unterstützung durch Reflektieren, Austausch und Entspannung, und vermitteln Grundlagen und Methoden des Stressmanagements.

Debora Antmann: Jewish Places ist eine Website des Jüdischen Museums Berlin, die Informationen zu Orten jüdischen Lebens in Deutschland bündelt und auf einer interaktiven Karte darstellt. Nutzer*innen werden dazu ermuntert, jüdische Orte in ihrer Umgebung kennenzulernen, sie auf die Karte zu bringen und aktiv Wissen durch Texte, Bilder und Videos beizutragen.
Entdecken Sie Jewish Places – Eine interaktive Rallye (Deutsch)
Wir möchten der Online-Fatigue mit einem interaktiven Konzept entgegenwirken. Dafür sollen sich Teilnehmer*innen aktiv durch den digitalen Raum der Online-Plattform bewegen. In (Online)-Kleingruppen lernen sie dabei die community-basierte Plattform „Jewish Places“ in fünf kleinen Rallye-Abschnitten kennen. 

Yuval Katz-Wilfing: is the executive manager of the Coordinating Committee for Christian-Jewish Cooperation in Austria.  (Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit). currently teaching and researching about Jewish identity in the department of religious science of the University of Vienna.
Inter-religious dialog in Austria: thoughts from the a personal Jewish Perspective (English)
The talk will describe the work and history of the Coordinating Committee for Christian-Jewish Cooperation and will try to describe the possible future of the organization from a personal and jewish perspective by examining the various traditional jewish approaches to interreligious dialog, the dilemmas they raise and their possible implication.  

Elisa Klapheck: Rabbinerin des Egalitären Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Professorin für Jüdische Studien an der Uni Paderborn. Herausgeberin der Reihe „Machloket / Streitschriften“ für religiös-säkulare Auseinandersetzungen. 1999 veröffentlichte sie über die erste Rabbinerin „Fräulein Rabbiner Jonas. Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?“
Dina de-Malchuta Dina oder Gott braucht den säkularen Rechtsstaat (Deutsch)
Vor etwas 1800 Jahre formulierte im Talmud der Rechtsgelehrte Samuel das Diktum „Dina de-Malchuta Dina“ (Das Gesetz des Staates ist das Gesetz). Damit ebnete er eine Sichtweise, die den Rechtsstaat anerkennt, wenn die Religionsfreiheit gegeben ist. Wir beschäftigen uns mit Samuel und seiner Bedeutung für das Verhältnis von Religion und Politik.

Abraham de Wolf: Rechtsanwalt in der Softwareindustrie, Gründer und Vorsitzender von Torat HaKalkala – Verein zur Förderung der angewandten jüdischen Wirtschafts- und Sozialethik e.V.“, Autor von „Hugo Sinzheimer und das jüdische Gesetzesdenken im deutschen Arbeitsrecht“ (2015) und „Eigentum verpflichtet“ (in „Machloket/Streitschriften“, Bd. 3, 2018)
Der jüdische Horizont der Religionsfreiheit in Deutschland (Deutsch)
Der Kampf für Demokratie schloss immer auch die Religionsfreiheit ein. Die erste Verfassung in Deutschland, die Religionsfreiheit gewährleistete, wurde 1807 unter dem Bruder Napoleons, Jerome Bonaparte im Königreich Kassel-Westphalen gegeben. Dort entstand auch das Reformjudentum. Der Workshop beschäftigt mit der Geschichte der Religionsfreiheit.

Leah Frey-Rabine: Geboren und aufgewachsen in Minnesota, Bachelor und Master of Music an der Indiana Universität. Von Aleph, Alliance for Jewish Renewal als Chasan ordiniert worden. Seit 1971 in Deutschland wohnhaft. International anerkannte Opernsängerin und Gesangspädagogin, ewige Studentin, passionierte Lehrerin in den Welten des klassischen Gesangs und des Judentums.
Ein Licht auf Chanukah: Dichtung und Wahrheit oder Vom Militärischen Sieg zum Lichterfest (Deutsch)
Was bedeutet das Wort „Chanukah“? Warum sind die Makabäerbücher nicht im Tanach? Was hat Chanukah mit Sukkot zu tun? Was war der eigentliche Konflikt, der zum Krieg führte und warum wurde es von der Legende des Ölwunders in den Hintergrund gedrängt? Schließlich, warum wurde dieses anfänglich kleine Fest so groß? Ein Licht auf Chanukah!

Kamila Kopřivová: I am a rabbinical student of Abraham Geiger Kolleg. Prior my studies in Berlin/Potsdam I have gained a PhD from Jewish Studies and Philosophy at Charles University in Prague. My major topic was Maharal of Prague but besides that I am interested in jewish activism regarding animal rights.
Beyond Kosher: Compassion to All Creatures (English)
Vegetarianism in Judaism and Compassion to all creatures. Major jewish sources, reasons and discussions.

Liliana Furman: Psychologin und Judaistin, Wiss. Mitarbeiterin an der Universität Paderborn. Aktiv bei Limmud.Freiburg. Interessiere mich sehr für biblische und rabbinische Literatur, ihre Rezeption und ihre Bezüge zum heutigen Leben.
Wie werden die Anderen in den jüdischen Quellen konstruiert? (Deutsch)
Am Beispiel der Samaritaner Gemeinde untersuchen wir biblische und rabbinische Erzählungen über die Beziehung der Samaritaner und Juden und analysieren wir mit Unterstützung historischen und archäologischen Quellen die verschiedenen Versionen über den Konflikt zwischen den Gemeinschaften.

+++ neue Beiträge +++

Martial Faure: Ich bin Martial Faure, in Frankreich geboren, aber habe meistens in der USA, Deutschland, und Belgien gewohnt. Zu Zeit wohne ich in Antwerpen. Eine Doppelausbildung habe ich in der USA geschafft: Kirchenmusik (Orgel, Chor) und Betriebswirtschaft.
Musik im Judentum (Deutsch)
Musik im Judentum hat immer existiert in verschiedenen Sorten. Meistens Mündlich. Aber seit dem 19. Jahrhundert haben Komponisten wie Lewandowski sehr viel für die Synagogen komponiert. Ich lade euch zu einer Reise ein.

Elad Lapidot: I am a professor for philosophy and talmud at the University of Bern and at the Humboldt University Berlin.
Cancel Culture or: What is Idolatry Good for? (English)
My session will be dedicated to reading and discussing a little story told in Talmud Avodah Zarah 52b, where the elders of Rome wonder why the Jewish God does not simply abolish idolatry. We will reflect on the meanings of this passage in the context of current debates on cancelling cultural phenomena deemed morally reprehensible. No prior knowledge of talmud or Hebrew is required.

Andrew Rosemarine: Winston Churchill, introduced by International Lawyer, Andrew M Rosemarine
Churchill speaks – and sings! (English)
Winston Churchill speaks on Me and You, in English, and sings!

Igor Itkin: Student am Rabbinerseminar zu Berlin. Mitherausgeber von talmud.de, Youtuber (bit.ly/3khBbwA), Podcaster (bit.ly/2GMyYvq), Übersetzer.
Argumente gegen christliche Missionare (Deutsch)
Juden, die in der Bibel nicht bewandert sind, sind leichte Beute für Missionare. Im Beitrag sprechen wir über die wichtigsten Gegenargumente und Strategien, wie man sich Missionare vom Hals schafft.

Micki Weinberg: leads SHIUR, a Berlin based, international multidisciplinary project combining original source text based discourse with (before Corona) immersive experiences. SHIUR has gone digital, offering weekly events with participants from all over the world. Micki studied at U.C. Berkeley, the Mir Yeshiva, and Hebrew University.
Kabbalah in a Post-Critical Age: How Jewish Mysticism Can Save Your Judaism (English)
What role can Jewish mysticism play in 21st century Judaism?Can Kabbalistic texts offer us a useful language to revitalize our Judaism? Do Jewish mystical sources align better with contemporary values and ways of looking at life than we might think? We will explore this through classical Kabbalistic texts as well as secular sources.

Rebecca Lillian: I live in Copenhagen and works with liberal Jewish communities here and in Malmö, SE. An active LImmudnick since 2008, I am especially interested in the evolution of the Limmud values and how they can help us as Limmud itself evolves. I am also involved in helping refugees and other migrants, and like to connect with others who do this work.
What are Arguments for the Sake of Heaven (English)
What are Arguments for the Sake of Heaven? Where does this phrase come from? Why is this a core value of Limmud? As Limmud goes online and people from many places and cultures come together to learn, how do we relate to this important value?